Hohe Zinsen belasten das Handwerk deutlich

Aufgenommenes Fremdkapital in den Betrieben belastet auf zweierlei Weise. Zum einen sind die Zinsen für betriebsnotwendiges Kapital in den Kosten der monatlichen Betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) oder zum Jahresabschluss in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfasst. Zum anderen ist die Tilgung auf Fremdkapital aus dem laufenden Gewinn nach Abzug der Steuer, Körperschafts- oder Einkommensteuer, zu leisten.

Nun sind aktuell die Marktpreise in einem breiten Rahmen wahrlich sehr niedrig, das lässt dem Handwerk kaum mehr Luft für ausreichend bemessene Gewinne. Ist das Fremdkapital nun mit hohen bis höchsten Zinsen belastet, teilweise bis zu 19% bei Überziehungen, im Schnitt bei immerhin noch bei 11% – 14%, so kann kaum mehr diese zusätzliche Belastung in den Roherträgen vieler kleiner bis mittlerer Unternehmen aufgefangen werden.

Alle Kreditinstitute, Banken wie Sparkassen, die hier angeben, nach den Rating-Richtlinien oder infolge der Marktpreise, ggf. wegen fehlender Bonität ihre Zinsen zu bemessen, sollten eigentlich wissen, dass sie Unternehmen in extreme Nöte manövrieren, wenn diese hohen Aufwendungen über erzielbare Erträge kaum zu kompensieren sind. Dann wird oft von den Instituten angeraten, die Entnahmen zu senken, hier müsse gespart werden. Toll!

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