Wirtschaftswachstum, Konjunktur 2009 - Prognosen, IfO-Institut, RWI-Institut
Wirtschaftswachstum: 1973: -09%, 2002: -0,2%, 2009: -2,2%
Nachdem das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung RWI am 10.12.2008 seine neue Prognose für das Wirtschaftswachstum (BIP) 2009 mit minus 2,0% bekannt gegeben hatte, setzte das IfO-Institut in München (Professor Dr. Hans-Werner Sinn) am 11.12.2008 noch eins drauf:
- 2009 soll das Bruttoinlandsprodukt um sage und schreibe 2,2 % schrumpfen.
Das wäre das wirtschaftlich schwierigste Jahr seit Bestehen der Bundesrepublik. 1973 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (damals Bruttosozialprodukt) „nur“ um 0,9% und 2002 „nur“ um 0,2%!
Japan liegt aktuell schon bei deutlich über 1,0% Minus-Wachstum. Und steuert nun mit Riesenschritten auf die Prognose von - 1,8%(!) zu.
Was kommt da eigentlich auf unsere Wirtschaft zu?
2010 soll sich die Situation leicht bessern.
Aber von welcher Basis ausgehend?
Wir benötigten ein durchschnittliches Wachstum von +2,5% (BIP) Jahr für Jahr, um die Mittelschicht nicht zu verlieren.
Da hilft ein Wachstum – nach vorheriger Schrumpfung – von einer extrem niedrigen Basis nicht.
1% BIP-Schrumpfung bedeuten rd. 24 Mrd. Euro weniger an Leistungserstellung im Inland.
2,5% Wachstum zur aktuellen BIP-Basis wären notwendig.
Die Differenz beträgt also (+2,5 zu –2,2) 4,7% = rd. 110 Mrd. Euro.
Die Bundesregierung spricht in ihrer neuesten Prognose gar von mindestens -3,0% Wachstum.
Wer jetzt weg sieht, kommt seinen unternehmerischen Pflichten womöglich nicht mehr nach.
Handeln ist angesagt. Jetzt. Sofort. Ohne Verzögerung.
Risikovorsorge und Unternehmensplanung: Zukunftskonzept, Rentabilitäts- wie Liquiditätsvorschau.
Freitag, 09. Januar 2009
Dieter Wulf