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Unterschied Rentabilität Liquidität

Rentabilität und Liquidität sind 2 Seiten einer Medaille. Rentabilität und Liquidität können durchaus parallel verlaufen, allerdings ist dies in der komplexen Unternehmenspraxis nicht unbedingt zu erwarten. Ein rentables Unternehmen muss zwangsläufig nicht auch liquide sein.

Unterschied Rentabilität Liquidität: Rentabilität wird erreicht, wenn ein Unternehmen über seine Betriebsleistungen mindestens alle Kosten und Aufwendungen einer Periode (Wirtschaftsjahr, oft übereinstimmend mit dem Kalenderjahr) deckt und dazu einen zum Umsatz angemessenen Gewinn erzielt (Umsatzrentabilität / Umsatzrendite).

Liquidität ist gegeben, wenn alle Ausgaben zu jedem Zeitpunkt des Bestehens eines Unternehmens gedeckt, also alle Zahlungen geleistet werden können. Ansonsten entstünde eine Unterliquidität (teilweise Zahlungsunfähigkeit) oder gar Illiquidität (permanente Zahlungsunfähigkeit).

Die Problematik dabei: zum Beispiel werden Investitionen mit ihrer Ausgabe (Zahlung / Leistung / Geldabfluss) in der Liquidität (Liquiditätsplan) voll erfasst.

In der Rentabilität (Rentabilitätsplan) wird eine Investition dagegen nach den finanzrechtlichen Vorschriften auf die Jahre der Nutzung „abgeschrieben“ und hier allein die AfA, also die Abschreibung für Abnutzung erfasst und gebucht.

Beispiel: Autokauf, Wert 20.000 € netto, 23.800 € brutto, Barzahlung zum 01.03.2008

Ansatz Liquidität: 23.800 € am 01.03.2008 Entlastung: 40% der MwSt. gehen direkt in die Vorsteuer und verringern die Umsatzsteuerzahllast zum 10. des Folgemonats oder zum 10. des übernächsten Monats bei Dauerfristverlängerung.

Ansatz Rentabilität: Wirtschaftliche Nutzung nach den Vorschriften der Finanzverwaltung z. B. 5 oder 7 Jahre, Restwert z. B. 5.000 €, dann sind hier z. B. auf 7 Jahre 15.000 € abzuschreiben, also nur die AfA finanzrechtlich geltend zu machen, damit sind ca. 2.150 € pro Jahr in der Rentabilität kostenmäßig zu berücksichtigen. Hinweise unter www.finanzverwaltung-nrw.de oder dem örtlichen finanzamt, z. B. www.finanzamt-iserlohn.de

Weiterhin können beispielsweise Ausgaben für Marketing, Absatzförderung und Werbung bei Fälligkeit der Zahlung die Liquidität komplett belasten, für die Erfassung der Rentabilität sind aber nur die „abgegrenzten“, also auf die Jahre der Nutzung verteilten Kosten anzusetzen.

Beispiel: Kauf größerer Mengen an Marketingunterlagen wie Flyer etc., die im laufenden und im Folgejahr genutzt werden können für 5.000 € netto bzw. 5.950 € brutto zum 01.03.2008

Liquidität: 5.950 €, Zahlung zum 01.03.2008 Verrechnung der MwSt. in der Vorsteuer, damit Verringerung der Umsatzsteuerzahllast zum 10. des Folgemonats (bei Dauerfristverlängerung zum 10. des übernächsten Monats) um diesen Betrag in der Liquidität.

Rentabilität: Erfassung von ca. 70% der Kosten für unser Marketing im laufenden Jahr und ca. 30% für eine Nutzung der Unterlagen im folgenden Geschäftsjahr (Abgrenzungsbuchung). Hier wären in der Rentabilität im laufenden Jahr 3.500 € und im nächsten Jahr 1.500 € anzusetzen.

Wenn Sie eine Frage zum Unterschied Rentabilität Liquidität stellen möchten, nutzen Sie bitte mein Kontaktformular: Sie erhalten meine Antwort selbstverständlich kostenfrei.


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